Zooms LiveTrak-Reihe ist still und leise zum wichtigsten Gerät im DIY-Bandrecording geworden. Der L6max, der L12next, der ältere L12 und der L20R. Mischpult, Multitrack-Recorder und USB-Interface in einer Kiste, die in eine Gigbag passt. Einstecken, Aufnahme drücken, mit sauberen getrennten Stems nach Hause gehen.
Das Problem ist, was danach kommt.
Ihr importiert die Session auf euren Laptop, öffnet den Ordner und starrt auf 12 WAV-Dateien. Kick, Snare, Overheads, Bass-DI, Bass-Mikro, zwei Gitarrenamps, drei Gesangsmikros, Raum. Jede davon ist sauber. Jede davon braucht Bearbeitung. Und keine klingt für sich allein nach einem fertigen Track.
Das ist die Wand, gegen die die meisten LiveTrak-Sessions laufen. Die Aufnahme ist fertig. Der Mix ist es nicht. Und für die meisten Bands ist genau diese Lücke der Ort, an dem das Projekt still und leise stirbt.
Das DAW-Problem
Der Standardrat lautet, eure Stems in Logic, Reaper, Cubase oder Pro Tools zu öffnen und zu mischen. Dieser Rat setzt voraus, dass ihr bereits mischen könnt. Wenn ja, super. Wenn nicht, stehen euch Monate an YouTube-Tutorials bevor, Plugin-Ketten, die ihr nicht versteht, und Referenztracks, an die ihr nicht herankommt.
Die Realität: Die meisten Bands, die ein LiveTrak kaufen, sind keine Engineers. Sie haben es gekauft, weil es das Aufnehmen einer Probe oder einer Show einfach gemacht hat. Sie wollen dieselbe Einfachheit auf der Mixseite. DAWs bieten das nicht.
Was ihr tatsächlich habt
Eine LiveTrak-Session gibt euch genau das, was ein guter Mix-Ablauf braucht:
- Getrennte Stems. Jedes Instrument auf seiner eigenen Spur, kein Übersprechen zwischen den Kanälen über das hinaus, was die Mikros natürlicherweise aufnehmen.
- Sauberes Gain-Staging. Die Zoom-Preamps sind ehrlich. Die meisten LiveTrak-Aufnahmen kommen mit gesunden Pegeln und ohne Clipping herein.
- Gleichbleibende Samplerate. 44,1 oder 48 kHz, 24 Bit, WAV. Standard-Multitrack-Format, bereit für jedes Mixing-Werkzeug.
Anders gesagt: Den schwierigen Teil habt ihr schon erledigt. Die Stems sind mischbar. Ihr braucht nur etwas, das sie mischt.
Die Abkürzung
Ladet eure LiveTrak-Stems zu Bandmixr hoch. Wählt euer Genre. Wartet ein paar Minuten. Zurück kommt ein fertiger Mix mit bereits angewendetem EQ, Kompression, Panning, Hall und Pegelbalance. Keine Fader, mit denen ihr kämpfen müsst. Keine Plugin-Ketten, die ihr aufbauen müsst. Keine Referenztracks, die ihr nach Gehör treffen müsst.
Das ist der gesamte Ablauf. Exportiert die Stems aus eurem LiveTrak, zieht sie in Bandmixr, drückt auf Mix.
Was ihr vor dem Hochladen tun solltet
Ein paar Dinge machen eine LiveTrak-Session besser mischbar, ganz gleich womit ihr sie mischt:
- Benennt eure Spuren ordentlich direkt auf dem LiveTrak. Nennt sie Kick, Snare, OH_L, OH_R, Bass, GTR1, GTR2, Vox, Room. Bandmixr nutzt Spurnamen, um Instrumente zu erkennen.
- Exportiert als WAV, nicht als MP3. LiveTraks nehmen nativ in WAV auf. Kodiert nicht neu, um Platz zu sparen. Rohes WAV bewahrt den vollen Dynamikumfang, den die Mixing-Engine braucht.
- Schneidet Stille am Anfang und am Ende weg. Nicht zwingend nötig, aber es verhindert, dass die Mix-Engine Zeit mit der Analyse leerer Stellen verschwendet.
- Ladet alle Stems aus demselben Take hoch. Mischt nicht Stems aus verschiedenen Darbietungen in eine Session. Die Analyse geht davon aus, dass jede Spur denselben Song zur selben Zeit spielt.
Wo LiveTrak-Sessions glänzen
Bestimmte LiveTrak-Aufnahmen übersetzen sich besser nach Bandmixr als andere:
- Probenaufnahmen in einem behandelten oder halbwegs behandelten Raum mit Nahmikros an Drums, Gitarrenamps und Gesang. Das bestmögliche Ausgangsmaterial. Ergibt fast immer einen sauberen Mix.
- Live-Multitracks, aufgenommen am Front-of-House mit eigenen Pult-Abgriffen. Weniger poliert als Studiospuren, aber voller Energie. Klingt am Ende meist wie ein Livealbum.
- Jamsessions, bei denen ihr einfach hören wollt, wie ihr geklungen habt. Großartig, um Ideen zu bewahren, die ihr sonst vergessen würdet.
- Aufnahmen von Lobpreisbands mit ganzer Band und mehreren Stimmen. Einer der häufigsten LiveTrak-Anwendungsfälle und eine nahezu perfekte Passung für automatisiertes Mischen.
Das größere Bild
Zoom räumt gerade auf der Aufnahmeseite des DIY-Recordings ab. Die LiveTrak-Reihe löst ein Problem, für das früher ein Studio, ein Laptop, ein mehrkanaliges Interface und ein Engineer nötig waren. Jetzt ist es eine Kiste und ein USB-Kabel.
Diese Sessions zu einem fertigen Mix zu bringen sollte nicht bedeuten, selbst Engineer werden zu müssen. Es sollte Minuten dauern, nicht Monate. Genau dafür ist Bandmixr gebaut.
Wenn ihr bereits ein LiveTrak besitzt und einen Ordner unfertiger Sessions auf eurem Laptop habt, ladet eine hoch. Der erste Mix ist kostenlos. Schaut, was zurückkommt.
