Ihr habt die ganze Probe in einem langen Take aufgenommen. Zwei Stunden, acht Songs, dazu das Gequatsche und die Stimmpausen dazwischen. Jetzt müsst ihr das in einzelne Songs schneiden.
Von Hand in einer DAW ist das mühsam. Ihr scrubbt durch die Timeline, sucht jede Lücke, setzt Marker, bounct jeden Abschnitt. Bei 8 Songs über 8 Stems sind das 64 einzelne Exporte. Das dauert ewig.
Der Rehearsal Cutter von Bandmixr macht das automatisch.

Wie der Rehearsal Cutter funktioniert
Das Werkzeug läuft vollständig in eurem Browser. Eure Dateien verlassen euer Gerät nie. So läuft es ab:
Schritt 1: Dateien auswählen
Ladet eure lange Aufnahme hoch. Das kann eine einzelne Stereodatei sein (ein Mikro oder ein Mixdown) oder ein kompletter Satz Multitrack-Stems. Ladet ihr Multitrack hoch, werden alle Stems zusammen analysiert, damit die Schnitte über alle Spuren hinweg gleich sitzen.
Schritt 2: Automatische Analyse
Der Rehearsal Cutter durchsucht das Audio nach Energiepegeln über die Zeit. Songs haben Energie. Lücken zwischen Songs (Stimmen, Reden, Stille) haben keine. Der Algorithmus erkennt diese Übergänge und schlägt Segmentgrenzen vor.
Nichts wird auf einen Server hochgeladen. Für Musikerinnen und Musiker, die unveröffentlichtes Material schützen wollen, zählt das. Und euer Gelästere dazwischen leakt auch nicht ;-)
Schritt 3: Prüfen und anpassen
Ihr seht eine visuelle Timeline mit dem Energieprofil eurer gesamten Aufnahme. Jedes erkannte Segment (jeder Song) ist mit Start- und Endmarkern hervorgehoben.
Schritt 4: Exportieren
Ladet die einzelnen Segmente als getrennte Dateien herunter. Habt ihr Multitrack-Stems hochgeladen, wird jedes Segment als Satz Stems exportiert, alle korrekt ausgerichtet und zugeschnitten.
Von dort aus könnt ihr für jeden Song ein Bandmixr-Projekt anlegen und die zugeschnittenen Stems zum Mischen hochladen.
Tipps für bessere Ergebnisse
Lasst Lücken zwischen den Songs. Selbst 5 Sekunden relative Stille zwischen Songs machen die Erkennung deutlich zuverlässiger. Sagt der Band, sie soll zwischen den Songs ganz aufhören zu spielen, statt direkt in den nächsten hineinzunudeln.
Nehmt ab der ersten Note auf. Drückt ihr mitten im Song auf Aufnahme, ist das erste Segment womöglich unvollständig. Startet die Aufnahme, bevor die Band anfängt zu spielen.
Haltet die Pegel gleichmäßig. Wenn ein Song in Flüsterlautstärke gespielt wird und der nächste mit voller Wucht, hat die Energieerkennung es schwerer, saubere Grenzen zu finden. Gleichmäßige Lautstärke über die Session hinweg ergibt sauberere Schnitte.
Nutzt Multitrack, wo es geht. Eine einzelne Stereo-Raumaufnahme funktioniert, aber Multitrack-Stems liefern deutlich bessere Ergebnisse, weil das kombinierte Energieprofil klarer ausfällt. Drums und Bass liefern eine deutliche rhythmische Energie, die Songgrenzen offensichtlich macht.
Für wen das ist
Der Rehearsal Cutter ist für Bands gebaut, die jede Probe oder Jamsession als einen langen Take aufnehmen. Statt einen Abend in einer DAW mit dem Zerhacken von Dateien zu verbringen, verbringt ihr fünf Minuten im Browser und habt einzelne Songs bereit zum Mischen.
Auch für Livemitschnitte ist er nützlich. Habt ihr ein ganzes Set über ein Multitrack-Pult aufgezeichnet, zerlegt der Rehearsal Cutter es in einzelne Songs, fertig für die Postproduktion.
Der Rehearsal Cutter ist kostenlos verfügbar
